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Mittwoch, 4. Mai 2022

Neue Version vom DCC Translation Editor liest und schreibt TIA V17 Textexporte

Die neue Version V5.0 des DCC Translation Editor liest und schreibt jetzt zusätzlich auch die TIA V17 Textexportdateien.

Ab Version 5 setzt der DCC Translation Editor auf das Dotnet-Framework 4.8 auf und ist ebenso für Windows 11 freigegeben. 


Der DCC Translation Editor bietet Funktionen zur Bearbeitung von csv-, xls-, xlsx- und txt-Dateien aus WinCC, WinCC flexible und SIMATIC TIA.

Features:

  • Einfache Identifikation von Übersetzungsfehlern, falschen Zahlen und fehlenden Satzzeichen durch sieben Qualitätssicherungsfilter
  • Einfaches Einpassen in die Prozessvisualisierung durch die Markierung zu langer Übersetzungen
  • Formatsicherheit durch vollständiges Dateiformat-Handling bei der Übersetzung außerhalb der Projektierung
  • Bessere Verständlichkeit durch übersichtliche Tabellenform
  • Einfaches Suchen/Ersetzen mit Platzhaltern, regulären Ausdrücken oder beliebigen Texten
  • Einfache Filterung der Übersetzungstexte nach leeren Texten, nicht leeren Texten oder beliebigen Texten
  • Automatische Übersetzung durch Integration von DeepL, Microsoft Bing & Google Translate

Donnerstag, 25. Juli 2019

Projekttexte aus TIA V15.1 exportieren: Jetzt mehrere Sprachen gleichzeitig möglich

Mit TIA V15.1 können die Projekttexte in allen angelegten Sprachen gleichzeitig exportiert werden. Damit fällt die Beschränkung auf zwei Sprachen weg. Dies ist nichts Neues für Nutzer von SIMATIC WinCC V7, wohl aber beim Export der Texte aus dem TIA Portal.

Bei der gleichzeitigen Erstellung von Sprachumschaltungen für verschiedene Sprachen, reduziert dies die Export- und Importzeit. Auch ist der Vergleich von Texten in verschiedenen Sprachen einfacher zu realisieren.

Der Dialog im TIA Portal wurde für die Mehrfachauswahl der Sprachen erweitert und standardmäßig sind alle im Projekt aktivierten Projektsprachen für den Export markiert.
Exportdialog für Projekttexte in TIA 15.1

In der exportieren xlsx-Datei wird jede Sprache in einer Spalte gespeichert. Die Quellsprache wird immer mit einem * gekennzeichnet. Wenn die Quellsprache im Exportdialog gleichzeitig als Zielsprache markiert ist, wird sie zusätzlich auch ohne * in einer weiteren Spalte gespeichert.
Spalten in der xlsx-Datei

Mittwoch, 14. März 2018

DCC Translation Editor kann die Projekttexte von TIA V15 lesen und schreiben.

Der DCC Translation Editor in der Version 4.3 kann die Exporte der Projekttexte von TIA V15 lesen und schreiben. Eine aktuelle Version von DCC Translation Editor können Sie unter der folgenden Url herunterladen: http://download.translation-editor.com/download/SetupTE_4.3.17215.4389.zip

DCC Translation Editor verarbeitet TIA V15 Projekttexte


Weitere Infos zum DCC Translation Editor: https://www.dcc-global.com/produkte.html

Weiteres zum DCC Translation Editor in diesem Blog: https://sw-i18n.blogspot.de/search/label/DCC%20Translation%20Editor

Donnerstag, 28. Mai 2015

Eine Schaltfläche (Button) für die Sprachumschaltung

Visualisierungen, die nur mit einer Sprache projektiert sind, benötigen für die Sprachumschaltung häufig ein Interaktionselement, um die Sprache umschalten. Bei Touch Bedienkonzepten können dies eine oder mehrere Schaltflächen im Bereich der Systemverwaltung sein.

Mit einer Schaltfläche wird zwischen den Sprachen gewechselt, d.h. jeder Tastendruck wechselt zur nächsten Sprache.

Alternativ kann für jede Sprache eine eigene Schaltfläche angelegt werden. Damit kann jede Sprache direkt ausgewählt werden. Wenn viele Sprache vorhanden sind, steigt der Platzbedarf und es wird schnell unübersichtlich.

Ich möchte mich im folgenden nur mit einer Schaltfläche für die Sprachumschaltung beschäftigen, die jeweils zur nächsten Sprache umschaltet. Wenn alle Sprachen durchgeschaltet wurden, wird wieder von vorne begonnen. Auf der Schaltfläche soll dabei immer eine Flagge für das Land der folgenden Sprache angezeigt werden.

Obwohl das Konzept der Darstellung von Sprachen durch Flaggen immer problematisch ist (bspw. Englisch: Flagge USA und/oder Großbritannien?) und Flaggen bei monochromen Bildschirmen oft nicht unterscheidbar sind, haben sich Flaggen als pragmatisches Konzept zur Sprachunterscheidung etabliert.

Also weiter, es soll eine Schaltfläche für die Umschaltung zwischen den Sprachen „Deutsch“,„Englisch“,„Italienisch“ und „Russisch“ projektiert werden. Wenn die aktuelle Sprache „Deutsch“ ist, soll auf der Schaltfläche die englische (Großbritannien) Flagge gezeigt werden. Damit ergibt sich die folgenden Auflistung:

  • Deutsch: Englische (Großbritannien) Flagge
  • Englisch: Italienische Flagge
  • Italienisch: Russische Flagge
  • Russisch: Deutsche Flagge


Für eine Demo nehme ich TIA V13, es funktioniert in anderen Versionen aber ähnlich.

Ich gehe davon aus, dass in der Projektierung bereits die Sprachen angelegt sind, ansonsten können diese unter Sprachen & Ressourcen, Projektsprachen angelegt werden.

In einem beliebigem Bild, hier „Systemverwaltung“ lege ich eine neue Schaltfläche an. Das Verhältnis der Breite zur Höhe der Schaltfläche sollte zu dem vorhandenen Layout passen. Wenn das Verhältnis frei gewählt werden kann, ist 3:2 optimal, die Flaggen sind in diesem Verhältnis angelegt.
Schaltfläche hinzugefügt


Bei den Eigenschaften der Schaltfläche wird als Modus Grafik und für die Eigenschaft Grafik wird Grafik ausgewählt, siehe auch folgendes Bild.
Eigenschaften Modus: Grafik und Grafik: Grafik


Dann müssen die Flaggen hinzugefügt werden. Die Grafiken für die Flaggen sind im TIA Portal enthalten, müssen nach der Installation aber noch aus einer zip-Datei entpackt werden. Das Flaggenverzeichnis lautet:
C:\Program Files (x86)\Siemens\Automation\Portal V13\lib\Graphics\Basic symbols\Flags\

Für die Flaggen wird unter Sprachen & Ressourcen in die Grafiksammlung gewechselt und auf Hinzufügen geklickt. Im Explorer wird in das Flaggenverzeichnis ausgewählt und die Flagge von Großbritannien hinzugefügt. Da die erste Flagge gleichzeitig die Standardflagge ist, erscheint sie für alle Sprachen. Für die weiteren Sprachen kann mit dem Kontextmenü Ersetze mit Grafik die richtige Flagge ausgewählt werden. Da in einer Sprache die Flagge der nächsten Sprache angezeigt werden soll, ist bei Deutsch die Flagge von Großbritannien, bei Englisch die Flagge von Italien, usw… auszuwählen. Der Eintrag in der Grafiksammlung bekommt noch einen sprechenden Namen, bspw. FlagForLanguage.
"Ersetze Grafik"

So sollte die Grafik für die Sprachen aussehen!


Jetzt geht es wieder zurück zur Schaltfläche, um die Grafik zu verbinden. Im Eigenschaftenfenster wird für Grafik, wenn Schaltfläche nicht gedrückt die gerade angelegte Grafik FlagForLanguage ausgewählt. Unter Ereignisse, Klicken kann unter Funktion hinzufügen die Funktion SetzeSprache mit der Eigenschaft Umschalten ausgewählt werden.
Grafik mit Schaltfläche verbinden
Funktion für Schaltfläche hinzufügen


Das war es schon, in der Simulation kann das Ergebnis gleich begutachtet werden. Falls nicht alle Sprachen verfügbar sind, müssen unter den Runtime-Einstellungen des Panels die Sprachen aktiviert werden. Auch kann hier die Reihenfolge der Sprachen festgelegt werden.
Sprachen für Panel aktivieren und Reihenfolge festlegen


Freitag, 16. August 2013

Ex- und Import ausgewählter Texte aus dem TIA-Portal

Im Simatic TIA Portal können die Projektierungen für verschiedene Geräte gemeinsam verwaltet werden. Damit werden auch die Texte für alle Geräte gemeinsam verwaltet. Wenn jetzt aber nur die Texte einiger Geräte übersetzt werden sollen, so geht dies auch, wenn auch das Vorgehen nicht ganz intuitiv ist.

Das Vorgehen ist wie folgt: Im Project tree wird der Knoten Languages & resources geöffnet. Dann mit Doppelklick den Editor für die Projekttexte Project texts öffnen (Bild 1). Im Project texts-Editor dann im Device filter die Geräte auswählen, deren Texte exportiert werden sollen (Bild 2). Anschließend müssen die Texte in der Liste markiert werden, am schnellsten mit STRG-A (Bild 3). Im folgenden Schritt neben dem Device filter auf der Icon für Export project texts klicken (Bild 4) und im Exportdialog die Zielsprache und das Exportverzeichnis auswählen (Bild 5). Mit dem Klick auf Export wird der Export gestartet.

Die Schritte sind in den folgenden Bildern dokumentiert.
Bild 1: Project texts öffen


Bild 2: Geräte auswählen

Bild 3: Texte markieren, STRG-A für alle Texte
Bild 4: Auf das Icon Export project texts klicken
Bild 5: Zielsprache und Exportverzeichnis auswählen und auf Export klicken

Donnerstag, 25. April 2013

Projektierungstechnik: Qualitätsgesicherte Sprachumschaltung

In dem letzten Post habe ich mich mit dem Übersetzungsmanagement beim Erstellen einer qualitätsgesicherten Sprachumschaltung beschäftigt. Jetzt geht es mit der Projektierungstechnik weiter.


Unterschiedliches Vorgehen bei verschiedenen Visualisierungen

Das Erstellung einer Sprachumschaltung startet mit dem Export der Texte aus der Visualisierung und der Weiterverarbeitung in speziellen Übersetzungstools (CAT – Computer Aided Translation). Nach der Übersetzung erfolgt der Import in die Visualisierung und abschließend die Qualitätsprüfung durch Projektierungsingenieur und Muttersprachler.

Textexport

Die Qualität des Textexports oder anders gesagt, dass was exportiert wird, ist bei den verschiedenen Visus recht unterschiedlich. Mit eigenen Skripten lassen sich hier bei einigen Visualisierungen mehr Informationen exportieren als mit den Standardmethoden. So exportieren wir mit unseren eigenen Skripten bei WinCC 7 beliebige Sprachkombinationen. Mit dem Text Distributor geht dies nicht. Hier sind immer nur Sprachen einer Sprachgruppe sowie Englisch exportierbar. Bei WinCC 6.2 exportieren unsere eigenen Skripte auch die Texte und weitere Attribute von UDOs. Dies geht mit den Standardexportmethoden ansonsten erst ab WinCC 7. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Filtermöglichkeit der exportierten Texte in der folgenden Bearbeitung, da wir auch die Objektart, -namen, und die Fensternamen in denen die Texte vorkommen, exportieren.

Projektierungsanalyse

Nach dem Textexport folgt die Analyse von Skripten (C oder VB), Dynamiken und UDOs innerhalb der Visualisierung. Dazu exportieren wir, wenn möglich auch diese und arbeiten anhand des Exports die Objekte ab. So werden die Skripte gesichtet und Texte gefunden, für die eine Sprachumschaltung realisiert werden muss. Oftmals werden in C-Skripten Texte verwendet und diese Texte sollen auch von einer Sprachumschaltung erfasst werden. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Texten aus der Text Library und das Laden der Text per C-Skript. In dem Post „Sprachumschaltung für Texte in WinCC C-Skripten“ stehen die Einzelheiten.

Textimport

Wichtig vor dem Import ist eine „saubere“ Übersetzung, konsistent und ohne Fehler. Im vorherigen Beitrag habe ich beschrieben, wie wir dies erreichen. Diese Übersetzung importieren wir jetzt in die Visualisierung, wenn möglich wieder mit den eigenen Skripten.

Am Beispiel von Texten in Dynamiken wird schnell die Bedeutung klar. Für einen Button ist die Beschriftung als Dynamik in Abhängigkeit vom Wert einer Variablen (Dynamischer Wertebereich) projektiert. Ist die Bitvariable gesetzt, soll „Auto“, ansonsten „Manuale“ auf dem Button stehen. Mit Easy Language ist der Text der Dynamik nicht zu importieren, mit dem DCC-Skript schon. Der Text wird also übersetzt und gespeichert. Nachteilig ist, dass der Text von dynamischen Wertebereichen nicht sprachumschaltbar ist, er bleibt also immer in der eingegebenen Sprache stehen. Unter dem Gesichtspunkt der Sprachumschaltung ist es hier vorteilhaft, die Wertebedingung in einem Skript (C oder VB) zu formulieren und die Texte aus der Text Library zu laden.

WinCC 6.2 mit festen Texten in der Dynamik

Besonderheiten

Texte in C oder VB Skripten müssen von Hand angepasst werden. Ebenso gibt es bei einigen Visualisierungen Probleme, wenn die Fensternamen Umlaute oder Sonderzeichen enthalten und die Systeme auf chinesischen oder russischen Windows-Systemen laufen. Bei System dieser Art hat es sich bewährt, die Fensternamen mit Umschreibungen (Ae, Oe, Ue, ss) anstatt Umlauten zu schreiben.

Überprüfung in Visualisierung

Die Überprüfung in der Visualisierung beginnt mit der Überprüfung alle Objekte nach Umstellung der neuen Sprache. Dazu werden alle Fenster der Visualisierung von einem Projektierungsingenieur und einem sprachkundigen Muttersprachler gemeinsam kontrolliert. Die Überprüfung erfolgt Text für Text. Überprüft werden dabei der Kontextbezug der Übersetzung und die Textlänge. Wenn Texte zu lang sind, kann der Muttersprachler die Texte sinnvoll abkürzen. Wo dies nicht möglich ist, aber noch Platz auf dem Bildschirm vorhanden ist, kann das Textobjekt gegebenenfalls vergrößert werden. Dieser Schritt wird immer in der Designumgebung (Graphics Designer bei WinCC) ausgeführt. Eventuell vorhandene Textlisten werden in diesem Schritt ebenso auf korrektem Kontextbezug und Textlänge überprüft.

Im folgenden Schritt wird die Visualisierung in der Simulationsumgebung gestartet. Dies ist bei einigen Projektierungen nicht möglich, beispielsweise wenn eine SPS für die Initialisierung von Variablen notwendig ist. In der Simulation werden dann alle erreichbaren Fenster nochmals durch Projektierungsingenieur und Muttersprachler kontrolliert. Im Vergleich zur Kontrolle in der Designansicht können bei diesem Schritt Texte gefunden werden, die nur in nach dem Setzen von Werten sichtbar sind. Korrekturen aus der Überprüfung werden in der Designumgebung umgesetzt.

Bei sämtlichen Überprüfungen wird fortlaufend zwischen der Quell- und Zielsprache umgeschaltet. Alternativ wird eine Kopie der virtuellen Maschine gestartet. Diese läuft mit Anzeige der Quellsprache. In der zweiten virtuellen Maschine wird die Zielsprache angezeigt. Eine ausreichende Anzahl von großen Monitoren ist dabei hilfreich.

Nach der Kontrolle in der Visualisierung erfolgt ein erneuter Textexport, um die Texte in das bei uns geführte Translation Memory aufzunehmen und für Folgeprojekte verfügbar zu haben.

Die gemeinsame Kontrolle und Korrektur der Visualisierung von einem Projektierungsingenieur und einem Muttersprachler der Zielsprache hat sich als sehr effizient im Implementierungs- und Qualitätssicherungsprozess herausgestellt. Das Ergebnis sind Projektierungen, die sofort beim Zielkunden eingesetzt werden können.

Donnerstag, 20. September 2012

Sprachumschaltung für kundenspezifische SIMATIC Produkte

Siemens bietet an, die standardmäßigen SIMATIC Panels um kundenspezifische Lösungen zu erweitern. Das gilt für Branchenprodukte ebenso wie für Hardwaremodifikationen. Das Portfolio für Änderungen reicht dabei vom individuellen Design über Installation von speziellen Software-Images, bis hin zu Hardwareänderungen.

Die kundenspezifischen Lösungen können mit den vorhandenen SIMATIC Werkzeugen projektiert werden. Konkret werden die Panelprojektierungen mit WinCC flexible oder TIA bearbeitet. Bei kundenspezifischen Hardwareänderungen ist es wichtig, dass das passende Image in der Projektierungssoftware verwendet wird.

Bsp.: Ein kundenspezifisches Panel ist auf Basis des MP170 entwickelt. Die Anpassung besteht im Tausch des Displays durch ein kleineres Display mit geringerer Auflösung. Wenn das Image nicht verwendet wird, so wird die Projektierungssoftware nicht die korrekte Auflösung und damit die korrekte Positionierung und Größe der Texte anzeigen können.

Zusammenfassung: Zu hardwaremodifizierten Panels gehört ein Software-Image und dies muss in WinCC flexible oder im TIA verwendet werden, damit die Projektierungssoftware die besonderen Feature der Hardware kennt und berücksichtigt. Dann steht einer Sprachumschaltung auf einem kundenspezifischen Panel nichts mehr im Weg.

Weiteres zu Sprachumschaltungen: http://www.dcc-global.com/sprachumschaltung

Weiteres zu kundenspezifischen Panels unter: http://www.automation.siemens.com/mcms/human-machine-interface/de/kundenspezifische-produkte/Seiten/Default.aspx